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Netzwerke statt quotierter Frauenförderung

Obwohl de jure die rechtliche Gleichstellung der Frau in Deutschland erreicht ist, sieht die Realität meistens anders aus. Noch immer bestehen groß Unterschiede bezüglich Einkommen und Karrierechancen gegenüber den männlichen Kollegen. Auch im öffentlichen Leben treten Frauen nicht gleich stark hervor wie Männer, selbst dann nicht, wenn sie besser ausgebildet sind.

Schon immer galten formelle und informelle Netzwerke, persönliche Förderer und Gönner als unverzichtbar für den beruflichen Erfolg. Frauen waren und sind in großem Maß von diesen Männernetzwerken ausgeschlossen. Mit dem Konzept Mentoring sollen verschiedene Faktoren ausgeglichen werden, die Frauen karriereelevante Kontakte er-schweren. Der Kern jedes Mentorings, gleich ob es sich auf den wirtschaftlichen, sozialen oder politischen Bereich erstreckt, ist die sogenannte „one-to-one-Beziehung“. Sie bedeutet, dass die Frau außerhalb der normalen Vorgesetzten-Untergebenen Beziehung unterstützt und gefördert wird. In dieser Beziehung sollen potentielle Fähigkeiten und neue Kompetenzen entwickelt werden. In diesem Konzept sollen keine Defizite ausgeglichen werden, vielmehr sollen ihre speziellen Kompetenzen und Qualitäten gefördert und für den jeweiligen Bereich sichtbar gemacht werden. So können potentielle Führungskräfte frühzeitig erkannt und in Netzwerke eingebunden werden.

Frauen erhalten laut Statistik weitaus weniger Weiterbildungsmöglichkeiten als Männer. Sie müssen ihr berufliches Netz engmaschiger organisieren und lernen, nicht nur Kontakte aufzubauen, sondern diese auch sinnvoll nutzen.

Zukunftsträchtige liberale Frauenpolitik erkennt die >Netzwerkbildung als einen wichtigen Baustein ihres Frauenprogramms und fordert deren massiven Ausbau auf allen Ebenen der Gesellschaft. An dieser Stelle ist der Staat in einer neuen Rolle. Er muss Anreize schaffen, um „Mentoring, Total-E-Quality“ oder anderen Formen der modernen Frauenförderung zu Durchbruch zu verhelfen. Er muss seine finanziellen Ressourcen für die Frauenförderung gezielt in solche Projekte ließen lassen. Staatliche Wettbewerbe und die Vergabe von Prädikaten sollen für die Unternehmen Anreize schaffen, ihre Personalpolitik an den Maximen der Chancengleichheit auszurichten. Dies wird in Gesellschaft und Wirtschaft Signale setzen. Nicht durch die Bindung öffentlicher Auftragsvergaben an gesetzliche Vorgaben sind Frauen in der Wirtschaft zu fördern sondern durch Steuererleichterungen (z.B. bei der Errichtung von Betriebskindergärten). Nur so wird eine Unterstüzer/innenkultur von unten aufgebaut und das angestrebte Ziel erreicht, dass immer mehr Frauen Netzwerke und persönliche Förderungen nutzen können. Außerdem ist es dringend notwendig, wegweisende Vorschläge zu unterbreiten, wie mit neuen Arbeitsformen und den daraus resultierenden ungewohnten Erwerbsabläufen in Zukunft umgegangen werden soll.

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